Hamed Farhadian
Hamed Farhadian beschäftigt sich seit Ende der 1990er-Jahre mit Websites und Online-Marketing und ist seit 2006 als Internetunternehmer tätig. Heute unterstützt er Unternehmen dabei, über Google, AI Overviews, ChatGPT und andere KI-Systeme sichtbar zu werden und daraus messbar neue Kunden zu gewinnen.
Mit seinem Team hat er bereits über 300 Unternehmen bei SEO und digitaler Kundengewinnung unterstützt. Sein Schwerpunkt liegt dabei nicht nur auf Strategien und Empfehlungen, sondern vor allem auf deren konkreter Umsetzung – von technischer und inhaltlicher SEO bis zur Optimierung für AI Search und Generative Engine Optimization (GEO).
In diesem SEO-Ratgeber teilt Hamed Strategien, Analysen und Erfahrungen aus seiner täglichen Arbeit mit Kunden und eigenen Projekten.
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Worum geht es beim Thema Weniger Klicks durch Google AI Overviews?
- Google kann Fragen direkt in den Suchergebnissen beantworten. Dadurch erhalten Websites teilweise weniger Klicks, obwohl ihre Rankings stabil bleiben.
- Ein Klickverlust ist nicht automatisch auf AI Overviews zurückzuführen. Auch veränderte Nachfrage, schwächere Snippets, technische Fehler oder konkurrierende eigene Seiten kommen infrage.
- Gegensteuern bedeutet nicht, jede Seite länger zu machen. Wichtiger sind klare Antworten, erkennbare Expertise, passende Suchintention und ein konkreter Mehrwert nach dem Klick.
- Mit Daten aus der Google Search Console kannst du betroffene Suchanfragen eingrenzen, Maßnahmen priorisieren und ihre Wirkung kontrollieren.
Deine wichtigsten Seiten stehen weiterhin auf guten Positionen, die Impressionen sind stabil – aber die Klicks gehen zurück. Weniger Klicks durch Google AI Overviews sind dann eine naheliegende Erklärung. Schließlich beantwortet Google immer mehr Fragen direkt innerhalb der Suchergebnisse.
Für eine belastbare Entscheidung reicht diese Vermutung jedoch nicht. Unternehmen sollten zuerst unterscheiden, ob tatsächlich ein verändertes Suchergebnis für den Rückgang verantwortlich ist oder ob das Problem auf der eigenen Website liegt. Erst danach lässt sich sinnvoll gegensteuern.
Warum Google AI Overviews organische Klicks reduzieren können
Google AI Overviews sind generierte Übersichten, die Informationen aus verschiedenen Quellen zusammenführen und direkt auf der Suchergebnisseite darstellen. Nutzer erhalten dadurch bei bestimmten Suchanfragen bereits eine Erklärung, Anleitung oder Orientierung, ohne eine Website öffnen zu müssen.
Das betrifft vor allem Suchanfragen, die sich knapp und eindeutig beantworten lassen. Dazu gehören Definitionen, einfache Vergleiche, erste Recherchefragen und Anleitungen mit wenigen klaren Schritten.
Ein typischer Ablauf sieht so aus:
- Ein Nutzer stellt eine konkrete Frage.
- Die AI Overview liefert eine verständliche Kurzantwort.
- Der Nutzer hat damit bereits genug Informationen.
- Die aufgeführten Quellen werden nur angeklickt, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.
Eine Website kann deshalb weiterhin prominent erscheinen und trotzdem weniger Besucher erhalten. Das Ranking allein bildet die tatsächliche Leistung einer Seite nicht mehr vollständig ab.
Informationsorientierte Keywords sind häufiger betroffen
Besonders anfällig sind Suchanfragen am Anfang der Customer Journey. Wer beispielsweise wissen möchte, was ein Begriff bedeutet oder welche grundlegenden Schritte zu beachten sind, erwartet zunächst keine individuelle Beratung und keinen Kaufabschluss.
Anders sieht es bei komplexen Entscheidungen aus. Preise, konkrete Anbieter, Erfahrungswerte, individuelle Voraussetzungen, Risiken und belastbare Vergleiche lassen sich selten mit einer allgemeinen Kurzantwort abschließend klären. Hier besteht weiterhin ein starker Grund, eine Website zu besuchen.
Weniger Klicks durch Google AI Overviews oder ein anderes SEO-Problem?
Ein sinkender organischer Traffic beweist noch nicht, dass eine KI-Antwort die Ursache ist. Dieselbe Entwicklung kann durch mehrere Probleme entstehen. Wer vorschnell alle Inhalte auf AI Search ausrichtet, übersieht möglicherweise einen wesentlich einfacheren Hebel.
1. Stabile Positionen, aber eine sinkende Klickrate
Bleiben Impressionen und durchschnittliche Position ungefähr stabil, während die Klickrate fällt, hat sich wahrscheinlich die Darstellung oder das Klickverhalten in den Suchergebnissen verändert. Eine AI Overview ist dann eine plausible Ursache. Ebenso möglich sind neue Anzeigen, Videos, Bilder, Shopping-Elemente oder auffälligere Wettbewerber.
Prüfe die betroffenen Suchanfragen deshalb manuell. Suche möglichst unter vergleichbaren Bedingungen und beachte, dass Suchergebnisse je nach Standort, Gerät und Zeitpunkt variieren können.
2. Gute Rankings, aber ein Snippet am Bedarf vorbei
Manchmal liegt der Klickverlust nicht oberhalb des eigenen Ergebnisses, sondern im Ergebnis selbst. Ein unklarer Seitentitel, eine austauschbare Beschreibung oder ein veraltetes Leistungsversprechen geben Nutzern keinen überzeugenden Grund zum Klicken.
Vergleiche Titel und Beschreibung mit der konkreten Suchabsicht: Wird sofort deutlich, welche Frage die Seite beantwortet? Zeigt das Snippet einen Nutzen, der über eine allgemeine KI-Zusammenfassung hinausgeht? Falls Google andere Texte aus der Seite verwendet, sollte außerdem geprüft werden, ob Seitentitel, Hauptinhalt und Suchanfrage inhaltlich zusammenpassen.
3. Zwei eigene Seiten konkurrieren miteinander
Wenn mehrere URLs dasselbe Thema behandeln, kann Google zwischen ihnen wechseln. Diese sogenannte Kannibalisierung führt häufig zu schwankenden Positionen und verteilt Signale auf mehrere Seiten.
Analysiere in der Search Console, ob für eine wichtige Suchanfrage wiederholt unterschiedliche URLs erscheinen. Anschließend kannst du Inhalte klarer voneinander abgrenzen, zusammenführen oder intern eine eindeutige Hauptseite stärken.
4. Die Nachfrage driftet an deinem Angebot vorbei
Impressionen zeigen, dass Google eine Seite für eine Suchanfrage einblendet. Sie bedeuten aber nicht automatisch, dass die Seite das aktuelle Bedürfnis gut erfüllt. Suchende erwarten vielleicht inzwischen einen Rechner, einen Vergleich, konkrete Kosten oder eine Vorlage, während dein Beitrag nur eine allgemeine Erklärung liefert.
Eine erneute Analyse relevanter Keywords und Suchintentionen hilft dir zu erkennen, welche Fragen tatsächlich zu deinem Angebot und zu einer möglichen Conversion führen.
5. Technische oder interne Probleme bremsen die Seite
Defekte interne Links, falsch erzeugte Filter-URLs, versehentliche Weiterleitungen oder fehlende Indexierbarkeit können ebenfalls Reichweite kosten. Gerade nach Änderungen am Shop, CMS oder Navigationsmenü sollte dieser Bereich nicht übergangen werden.
Kontrolliere deshalb, ob wichtige Seiten erreichbar, indexierbar und sinnvoll intern verlinkt sind. Eine strukturierte OnPage-Optimierung schafft dafür die technische und inhaltliche Grundlage.

So analysierst du den Klickverlust in der Google Search Console
Die Google Search Console liefert keine perfekte Erklärung für jede Veränderung im Suchergebnis. Sie zeigt dir aber, wo du genauer hinschauen solltest. Statt nur den gesamten organischen Traffic zu betrachten, gehst du schrittweise vor.
- Vergleiche geeignete Zeiträume: Stelle einen aktuellen Zeitraum einem vergleichbaren vorherigen Zeitraum gegenüber. Berücksichtige Saison, Feiertage, Kampagnen und starke Nachfrageschwankungen.
- Sortiere nach verlorenen Klicks: Beginne mit Seiten und Suchanfragen, die absolut die meisten Klicks eingebüßt haben. Kleine prozentuale Verluste bei unwichtigen Keywords sollten nicht deine Prioritäten bestimmen.
- Vergleiche Klicks, Impressionen, Position und Klickrate: Erst die Kombination dieser Werte liefert ein brauchbares Bild.
- Trenne Seitentypen: Unterscheide Ratgeber, Kategorien, Produktseiten, Leistungsseiten und lokale Landingpages. Die Ursachen und Gegenmaßnahmen sind je nach Seitentyp verschieden.
- Prüfe Geräte und Länder: Ein Rückgang kann nur mobile Nutzer oder einen bestimmten Markt betreffen.
- Untersuche die Suchergebnisse: Prüfe bei den wichtigsten Keywords, welche Elemente Google aktuell ausspielt und welche Antwort bereits vor dem organischen Treffer gegeben wird.
Ein hilfreiches Diagnosemuster ist: Position stabil, Impressionen stabil, Klickrate rückläufig. Dieses Muster spricht für eine Veränderung auf der Suchergebnisseite oder für ein schwächer gewordenes Snippet. Fallen dagegen auch Position und Impressionen, solltest du zuerst klassische SEO-Ursachen untersuchen.
Wie du Inhalte trotz AI Overviews klickenswert machst
Tipp #1: Beantworte die Einstiegsfrage schnell und öffne dann die nächste Ebene
Verstecke die Kernaussage nicht hinter einer langen Einleitung. Eine klare Definition oder direkte Antwort erleichtert Google und Nutzern das Verständnis. Danach sollte der Beitrag jedoch Informationen liefern, die sich nicht sinnvoll in wenigen Sätzen verdichten lassen.
Dazu gehören beispielsweise Entscheidungskriterien, Ausnahmen, Risiken, konkrete Abläufe und unterschiedliche Lösungen für verschiedene Ausgangssituationen. Die Kurzantwort schafft Orientierung; die fachliche Tiefe rechtfertigt den Klick.
Tipp #2: Biete einen Mehrwert, den eine generische Zusammenfassung nicht ersetzt
Allgemeine Informationen sind leicht zusammenzufassen. Wertvoller werden Inhalte durch nachvollziehbare Bewertungsmaßstäbe und anwendbare Hilfen. Geeignete Elemente sind unter anderem:
- Checklisten für eine konkrete Entscheidung,
- Rechenbeispiele mit transparenten Annahmen,
- Tabellen mit klar erklärten Unterschieden,
- Vorlagen, Rechner oder Konfiguratoren,
- typische Fehler und ihre Folgen,
- eindeutige Empfehlungen für verschiedene Situationen.
Entscheidend ist nicht das Format allein. Ein Rechner ohne verlässliche Logik oder eine lange Checkliste ohne Priorisierung verbessert den Inhalt nicht.
Tipp #3: Optimiere auf qualifizierte Besuche statt auf jeden möglichen Klick
Nicht jeder verlorene Klick hat denselben wirtschaftlichen Wert. Wer lediglich eine einfache Definition sucht, wird wahrscheinlich nicht sofort Kunde. Eine geringere Besucherzahl kann deshalb verkraftbar sein, wenn die verbleibenden Nutzer ein konkreteres Problem und eine höhere Handlungsabsicht haben.
Bewerte betroffene Seiten nicht nur anhand ihrer Klicks. Prüfe auch Anfragen, Verkäufe, Newsletter-Anmeldungen, unterstützte Conversions und die Qualität der gewonnenen Kontakte. So verhinderst du, dass dein Team viel Aufwand in Traffic investiert, der kaum zum Geschäft beiträgt.

Welche Maßnahmen du zuerst umsetzen solltest
Eine pauschale Überarbeitung aller Inhalte kostet Zeit und verwischt die Ursachen. Priorisiere Seiten nach ihrem wirtschaftlichen Wert und nach der Klarheit des Befunds.
- Hohe Priorität: Geschäftsrelevante Seiten mit stabilen Positionen, deutlich sinkender Klickrate und erkennbarem Verbesserungspotenzial.
- Mittlere Priorität: Ratgeber mit hoher Reichweite, die relevante Nutzer zu Leistungs- oder Produktseiten weiterführen können.
- Niedrige Priorität: Keywords mit geringer Kaufnähe, wenigen verlorenen Klicks oder stark schwankender Nachfrage.
Überarbeite anschließend zunächst eine überschaubare Gruppe wichtiger Seiten. Passe Antwortstruktur, Snippet, inhaltliche Tiefe und interne Verlinkung an. Dokumentiere das Änderungsdatum und beobachte die Entwicklung über einen ausreichend langen Zeitraum, statt nach wenigen Tagen ein Urteil zu fällen.
Für größere Websites ist eine übergreifende SEO-Strategie mit klaren Prioritäten sinnvoll. Sie verbindet klassische Rankings, Sichtbarkeit in KI-geprägten Suchergebnissen und geschäftliche Ziele, statt einzelne Kennzahlen isoliert zu optimieren.
Was du bei der Optimierung vermeiden solltest
- Jeden Rückgang der KI zuschreiben: Ohne Prüfung bleiben technische Fehler, Kannibalisierung und veränderte Nachfrage unentdeckt.
- Inhalte künstlich verlängern: Mehr Wörter schaffen keinen zusätzlichen Nutzen, wenn sich Aussagen wiederholen.
- Die direkte Antwort zurückhalten: Nutzer erwarten schnelle Orientierung. Umständliche Texte verlieren Vertrauen, bevor sie Tiefe zeigen können.
- Nur Rankings messen: Gute Positionen ohne Klicks oder Geschäftsergebnis sind kein ausreichendes Erfolgsmaß.
- Ungeprüfte Automatisierung einsetzen: Automatisch erzeugte Optimierungsvorschläge müssen fachlich kontrolliert werden. Sonst entstehen Änderungen, die zur Seite, Suchintention oder Unternehmensstrategie nicht passen.
Fazit: Erst die Ursache belegen, dann gezielt gegensteuern
Sinkende Klicks bei stabilen Rankings können durch Google AI Overviews entstehen. Sie können aber ebenso auf schwache Snippets, konkurrierende URLs, technische Probleme oder eine veränderte Suchintention hinweisen. Der richtige erste Schritt ist deshalb eine saubere Diagnose auf Ebene der Suchanfragen und Seiten.
Konzentriere dich anschließend auf Inhalte, die für dein Geschäft relevant sind. Gib schnelle Antworten, liefere darüber hinaus echten Entscheidungsnutzen und miss nicht nur Reichweite, sondern auch qualifizierte Ergebnisse. Wenn du die Analyse und Priorisierung nicht allein umsetzen möchtest, prüfe, welches SEO-Paket zu deiner aktuellen Situation passt.
Häufige Fragen zu Weniger Klicks durch Google AI Overviews
Kann eine Website trotz sinkender Klicks in AI Overviews sichtbar sein?
Ja. Eine Quelle kann innerhalb einer generierten Antwort genannt oder verlinkt werden, ohne viele Besuche zu erhalten. Sichtbarkeit und Klicks sind deshalb getrennt zu bewerten. Interessant ist zusätzlich, ob Nutzer deine Marke später direkt suchen oder über andere Kanäle zurückkehren.
Zeigt die Google Search Console Klicks aus AI Overviews separat an?
Die Auswertung bietet nicht für jede Darstellung eine eindeutig getrennte, vollständige Ursachenanalyse. Du kannst daher meist nicht allein anhand eines einzelnen Berichts beweisen, dass eine AI Overview den Rückgang ausgelöst hat. Kombiniere die Daten mit manuellen Prüfungen der Suchergebnisse und dokumentierten Veränderungen.
Sollte ich informationsorientierte Ratgeberseiten noch erstellen?
Ja, sofern sie eine strategische Aufgabe erfüllen. Ein Ratgeber kann Vertrauen aufbauen, komplexe Fragen beantworten und Nutzer zu einer passenden Leistung oder einem Produkt führen. Reine Definitionstexte ohne eigenen Mehrwert sind dagegen zunehmend schwerer wirtschaftlich zu rechtfertigen.
Wie schnell wirken Anpassungen an betroffenen Seiten?
Dafür gibt es keinen festen Zeitraum. Google muss Änderungen erneut erfassen und bewerten; gleichzeitig können Nachfrage und Suchergebnisse schwanken. Halte deshalb Ausgangswerte und Änderungsdatum fest und bewerte die Entwicklung nicht anhand einzelner Tage.
Kann man die Aufnahme in eine Google AI Overview garantieren?
Nein. Websitebetreiber können Inhalte verständlich strukturieren, relevante Fragen beantworten und technische Zugänglichkeit sicherstellen, aber keine Aufnahme garantieren. Sinnvoller ist eine Strategie, die auch dann geschäftlichen Nutzen erzeugt, wenn Darstellung und Quellenwahl in den Suchergebnissen wechseln.






