Hamed Farhadian
Hamed Farhadian beschäftigt sich seit Ende der 1990er-Jahre mit Websites und Online-Marketing und ist seit 2006 als Internetunternehmer tätig. Heute unterstützt er Unternehmen dabei, über Google, AI Overviews, ChatGPT und andere KI-Systeme sichtbar zu werden und daraus messbar neue Kunden zu gewinnen.
Mit seinem Team hat er bereits über 300 Unternehmen bei SEO und digitaler Kundengewinnung unterstützt. Sein Schwerpunkt liegt dabei nicht nur auf Strategien und Empfehlungen, sondern vor allem auf deren konkreter Umsetzung – von technischer und inhaltlicher SEO bis zur Optimierung für AI Search und Generative Engine Optimization (GEO).
In diesem SEO-Ratgeber teilt Hamed Strategien, Analysen und Erfahrungen aus seiner täglichen Arbeit mit Kunden und eigenen Projekten.
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Umlaute wie „ä“, „ö“ oder „ü“ gehören zur deutschen Sprache. Doch im digitalen Raum, insbesondere bei URLs, stellen sie eine technische Herausforderung dar. Im Kontext der Suchmaschinenoptimierung (SEO) stellst du dir deshalb immer wieder die Frage: Wie gehst du am besten mit Umlauten in URLs um?
In diesem Beitrag erfährst du, warum Umlaute problematisch sein können, wie du korrekt mit ihnen umgehst und welche Auswirkungen dies auf das Ranking deiner Webseite haben kann.
Was sind Umlaute im SEO-Kontext?
Im Bereich SEO bezieht sich der Begriff „Umlaut“ auf die Sonderzeichen ä, ö und ü, die in URLs, Meta-Daten, Dateinamen oder Slugs vorkommen können. Suchmaschinen haben in der Regel kein Problem mit Umlauten im Fließtext.
Anders sieht es jedoch bei URLs aus, wo diese Zeichen nicht in ihrer ursprünglichen Form dargestellt werden können. Stattdessen müssen sie codiert werden, damit Browser und Crawler sie korrekt interpretieren können.
Warum Umlaute in URLs problematisch sind
Technisch gesehen sind Umlaute Sonderzeichen, die in URLs nicht direkt verwendet werden dürfen. Werden sie dennoch eingefügt, kodiert das System sie automatisch in eine sogenannte URL-encoded Form. Das bedeutet: Statt „ä“ erscheint in der URL beispielsweise die Zeichenkette %C3%A4.
Diese Darstellung ist zwar funktional, jedoch nicht besonders benutzerfreundlich. Darüber hinaus gibt es nach wie vor Tools, Systeme und E-Mail-Clients, die mit solchen kodierten URLs nicht zuverlässig umgehen können. Das kann zu fehlerhaften Verlinkungen, Problemen beim Crawling oder einer schlechteren Nutzererfahrung führen.
Beispiel:
Statt www.beispiel.de/mädchenmode wird die URL kodiert als: www.beispiel.de/m%C3%A4dchenmode
Zwar funktioniert diese Adresse technisch, sie ist aber weder leserlich noch intuitiv.
Wie du mit Umlauten in SEO umgehen solltest
Verwendung von Umlauten in Texten
Im Fließtext und bei der Keyword-Verwendung stellen Umlaute kein Problem dar. Du solltest sie aus Gründen der sprachlichen Korrektheit und Lesbarkeit weiterhin verwenden. Suchmaschinen verstehen Inhalte mit Umlauten problemlos, solange sie korrekt eingesetzt werden.
Ein Begriff wie „Überblick“ sollte also keinesfalls als „Ueberblick“ verfälscht werden – dies wirkt unprofessionell und kann die Relevanz in der Suchintention beeinträchtigen.
Suchmaschinen können diese Texte ohne Probleme einlesen und verstehen. Mit einem SEO-Check lässt sich dies ganz einfach prüfen.
Verwendung von Umlauten in Keywords
Auch in der Keyword-Recherche solltest du Umlaute berücksichtigen. Viele Nutzer suchen gezielt mit Umlauten, etwa „Friseur München“ statt „Friseur Muenchen“. Moderne SEO-Tools wie Ahrefs, Sistrix oder der Google Keyword Planner erkennen beide Varianten, wobei das Suchvolumen je nach Schreibweise unterschiedlich ausfallen kann. Daher empfiehlt es sich, sowohl Versionen mit Umlauten als auch deren Umschreibungen in die Recherche einzubeziehen.
Beispiel:
- „Zäune kaufen“ hat ggf. ein anderes Suchvolumen als „Zaeune kaufen“
- Beide Varianten können für unterschiedliche Zielgruppen relevant sein
Die richtige Handhabung von Umlauten in URLs (Achtung)
In URLs sollten Umlaute vermieden oder alternativ korrekt codiert werden. Die empfohlene Herangehensweise ist jedoch, Umlaute grundsätzlich zu umgehen, indem du sie umschreibst. Dies erleichtert die Lesbarkeit, vermeidet technische Probleme und ist auch für internationale Nutzer einfacher zu erfassen.
So ersetzt du Umlaute in URLs sinnvoll:
Umlaut | Ersatzform |
ä | ae |
ö | oe |
ü | ue |
Beispiel:
- Statt
www.shop.de/möbelsolltewww.shop.de/moebelverwendet werden. - Statt
www.reiseportal.de/flügeempfiehlt sichwww.reiseportal.de/fluege. - Alternativ wäre auch eine technisch korrekte Codierung möglich: „ü“ →
%C3%BC
Allerdings erzeugt dies URLs wie www.reiseportal.de/fl%C3%BCge, die weder nutzerfreundlich noch optisch ansprechend sind.
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Sprechende URLs ohne Umlaute
Eine URL sollte möglichst sprechend und gleichzeitig technisch robust sein. Während eine sprechende URL wie www.autohaus.de/gebrauchtwagen klare Vorteile gegenüber einer kryptischen URL wie www.autohaus.de/index.php?cat=123&id=456 hat, solltest du Umlaute in der sprechenden Version dennoch vermeiden oder ersetzen.
Suchmaschinen interpretieren sprechende URLs besser und Nutzer erkennen direkt, worum es auf der Zielseite geht.
Beispiel:
- Korrekt:
www.gartenmarkt.de/zaeune - Falsch:
www.gartenmarkt.de/zäune
Verwendung von Redirects (Bonus Tipp)
Wenn eine URL mit Umlauten bereits veröffentlicht wurde und später geändert werden soll, solltest du Redirects einsetzen. Redirects leiten den Nutzer automatisch von der alten auf die neue URL weiter und helfen dabei, dass die Seite weiterhin gefunden werden kann.
Wenn Umlaute in der alten URL vorkommen, müssen sie korrekt codiert werden, damit die Redirects funktionieren. Ohne eine korrekte Codierung können Redirects fehlschlagen und zu 404-Fehlern führen, was sich negativ auf das SEO auswirken kann. Hier ist es wichtig, dass du bei der Verwendung von Umlauten im SEO an Redirects denkst, um technische Probleme zu vermeiden.
Beispiel für eine 301-Weiterleitung von alt auf neu:
- Alte URL:
www.beispiel.de/mädchenmode - Neue URL:
www.beispiel.de/maedchenmode
WordPress: Umlaut-URLs korrekt weiterleiten
Um eine WordPress-Webseite mit Umlauten in der URL auf eine korrekte URL umzuleiten, kannst du die Redirect-Funktion in WordPress nutzen.
Hier sind die Schritte, die du befolgen musst:
Schritt 1: Installiere und aktiviere das Plugin “Redirection” in WordPress.
Schritt 2: Navigiere zu “Tools” > “Redirection” und klicke auf “Weiterleitungen hinzufügen”.
Schritt 3: Gib in das Feld “Quelle URL” die alte URL mit Umlauten ein, die du umleiten möchtest.
Schritt 4: Gib in das Feld “Ziel-URL” die neue URL ohne Umlaute ein, auf die du umleiten möchtest.
Schritt 5: Wähle im Dropdown-Menü “Methode” die Option “301 – Permanent”.
Schritt 6: Klicke auf “Weiterleitung hinzufügen”, um die Umleitung zu erstellen.
Durch diese Schritte wird jede Anfrage für die alte URL mit Umlauten auf die neue URL ohne Umlaute umgeleitet.
Dies wird nicht nur dazu beitragen, dass deine Webseite reibungsloser funktioniert, sondern auch, dass deine Webseite ein besseres SEO-Ranking erzielt, da Google eine Vorliebe für URLs ohne Umlaute hat.
Hier findest du übrigens eine Anleitung, wie man Links mit Umlauten in Shopify weiterleitet.
Tools zur Prüfung von URLs mit Umlauten
Es gibt verschiedene Tools, die verwendet werden können, um Umlaute in URLs zu überprüfen. In diesem Artikel werden drei solche Tools vorgestellt und ihre Verwendung für Anfänger erläutert.
Der Online Umlaut-Konverter ist ein kostenloses Tool, das verwendet werden kann, um Umlaute in URLs zu überprüfen. Es überprüft jede URL auf mögliche Umlautprobleme und gibt eine Meldung aus, wenn ein Problem gefunden wird. Es ist einfach zu bedienen und erfordert keine Registrierung oder Installation.
Die Google Search Console ist ein kostenloses Tool von Google, das Website-Betreibern dabei hilft, ihre Webseite in den Suchergebnissen zu optimieren. Es kann auch zur Überprüfung von Umlauten in URLs verwendet werden. Gehe wie folgt vor, um das Tool zu verwenden:
Schritt 1: Melde dich bei der Google Search Console an und wähle die Webseite aus, die du überprüfen möchtest.
Schritt 2: Klicke auf “Leistung” in der linken Menüleiste.
Schritt 3: Klicke auf “Suchanfragen”, um eine Liste der Suchanfragen zu sehen, die Besucher auf deine Webseite führen.
Schritt 4: Suche in der Liste der Suchanfragen nach Anfragen, die Umlaute enthalten. Wenn du eine Anfrage findest, die Umlaute enthält, klicke darauf, um zu sehen, wie die URL in den Suchergebnissen angezeigt wird. Wenn die Umlaute in der URL nicht korrekt angezeigt werden, musst du möglicherweise Änderungen an der URL vornehmen, um das Problem zu beheben.
Die Verwendung dieser Tools kann dazu beitragen, mögliche Probleme im Zusammenhang mit Umlauten in URLs zu identifizieren
3. Kostenloser "Umlaute in URL" SEO Check
Mit unserem kostenlosen SEO Check erfährst du, wie gut deine Webseite für Suchmaschinen wie Google SEO-optimiert ist und wie du das Ranking deiner Webseite oder deines Online Shops verbessern kannst.
Schritt 1: Gib deine Webseite und Webseiten-System ein.
Schritt 2: Gib deinen Namen und deine E-Mail ein.
Schritt 3: Fülle die Selbsteinschätzung für eine tiefere SEO-Analyse aus.
Schritt 4: Buche deinen Call mit unseren SEO-Experten.
Schritt 5: Die Ergebnisse aus dem SEO Check besprichst du dann mit einem unserer SEO-Experten.
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Wir haben unseren SEO Check speziell für die Google-Suchmaschinenoptimierung von Webseiten und Online-Shops konzipiert. Damit kannst du ganz leicht dein SEO-Ranking prüfen und mit den Tipps, die du von uns dazu bekommst, auch gleich verbessern.
Wir beraten dich gerne, welche Möglichkeiten es nach dem SEO Check gibt, um bei Google Top-Rankings zu erreichen.
Umlaute in URLs – vermeiden oder korrekt behandeln?
Für die Suchmaschinenoptimierung gilt: Umlaute sind im deutschsprachigen Fließtext und bei Keywords sinnvoll und wichtig – in URLs hingegen sollten sie entweder vollständig vermieden oder korrekt codiert werden.
Die empfohlene Praxis ist, sie durch allgemein verständliche Ersatzformen wie „ae“ für „ä“ zu ersetzen. Dies verbessert die technische Stabilität, sorgt für eine bessere Nutzererfahrung und verhindert Darstellungsprobleme in älteren oder restriktiven Systemen.
Falls bereits URLs mit Umlauten existieren, solltest du bei Änderungen stets eine permanente Weiterleitung (301-Redirect) einrichten. So bleiben bestehende Rankings erhalten und Nutzer sowie Suchmaschinen werden automatisch zur neuen, optimierten Adresse geführt.
SEO-Tools wie die Google Search Console oder Online-Konverter helfen dabei, potenzielle Probleme mit Umlauten frühzeitig zu erkennen und gezielt zu beheben. Auch CMS-Systeme wie WordPress oder Shopify bieten einfache Möglichkeiten, Umlaut-URLs umzuschreiben und korrekt weiterzuleiten.
Bereich | Empfehlung |
Texte | Umlaute wie gewohnt verwenden |
Keywords | Beide Varianten analysieren |
URLs | Umlaute vermeiden oder korrekt codieren |
Redirects | Bei Änderungen unbedingt 301-Weiterleitung setzen |
Tools | Nutze SEO-Tools zur Kontrolle der URLs |
Kurz gesagt:
Umlaute sind für deutsche Inhalte wichtig, aber in URLs besser zu vermeiden. Wer sie nutzt, sollte technisch korrekt codieren und Weiterleitungen bei Änderungen einsetzen.
Gut zu wissen: Umlaute können auch für die Keyword-Recherche relevant sein. Suchanfragen mit Umlauten werden von deutschen Nutzern häufig verwendet, und es kann daher sinnvoll sein, Keywords mit Umlauten in der Keyword-Recherche zu berücksichtigen, um diese Nutzergruppe besser zu erreichen.
Umlaute in URLs: was zu prüfen ist
| Schritt | Worauf du prüfst | Woran du das Problem erkennst |
|---|---|---|
| 1. Schreibweise | Stehen Ä, Ö, Ü direkt in der URL? | URL erscheint kopiert als xn-- oder %C3%A4 |
| 2. Teilbarkeit | Bleibt der Link beim Teilen lesbar? | Verlinkung zeigt kryptische Zeichenfolge |
| 3. Konsistenz | Wird eine Schreibweise konsequent genutzt? | Beide Varianten sind erreichbar |
| 4. Altlasten | Zeigen alte URLs per 301 auf die neue? | Alte Adresse endet im 404 |






