Backlinks verbessern: Warum viele Websites beim Linkaufbau ein Qualitätsproblem haben
Du hast über die Jahre viele Backlinks gesammelt – Branchenverzeichnisse, alte Partnerseiten, Foren, vielleicht sogar Sponsoring-Verlinkungen. Und trotzdem passiert in Google kaum etwas? Dann hast du kein Mengen-, sondern ein Qualitätsproblem bei deinen Backlinks.
In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du dein Backlink-Profil Schritt für Schritt analysierst, typische Fehler erkennst und gezielt deine Backlinks verbessern kannst. Das Ganze praxisnah, basierend auf einem realen Fall aus dem B2B-Bereich (hier anonymisiert und in eine andere Branche übertragen).
Was bedeutet „Backlinks verbessern“ überhaupt?
Wenn wir von „Backlinks verbessern“ sprechen, geht es nicht darum, einfach mehr Links zu sammeln. Es geht darum, die Qualität, Relevanz und Stimmigkeit deiner bestehenden und zukünftigen Backlinks zu erhöhen.
Ein typischer Fall: Ein mittelständischer Maschinenbauer hat über Jahre Einträge in Verzeichnissen, Sponsorenlisten und alten Partnerseiten aufgebaut. In einem Backlink-Tool sieht das nach „vielen Links“ aus, aber der Trust-Wert der Domain ist niedrig. Viele Links kommen von veralteten, schwachen oder sogar gelöschten Seiten – und teilweise mit völlig falschen Kontaktdaten.
Genau hier setzt die Optimierung an: erst verstehen, dann bereinigen, dann gezielt bessere Backlinks aufbauen.
Schritt 1: Backlink-Profil analysieren – wo stehen deine Backlinks wirklich?
Bevor du deine Backlinks verbessern kannst, brauchst du Klarheit. Nutze dafür spezialisierte Tools, zum Beispiel:
Wichtige Kennzahlen, auf die du achten solltest:
- Anzahl der Backlinks vs. Anzahl verlinkender Domains – lieber 50 Domains, die einmal verlinken, als 1 Domain, die 500 Mal verlinkt.
- Trust-Werte (z. B. Trust Flow, Domain Authority) – zeigen dir, wie vertrauenswürdig deine Linkquellen sind.
- Dofollow vs. Nofollow – Dofollow-Links übertragen SEO-Power, Nofollow eher nicht (oder deutlich weniger).
Konkrete Tipps zur Analyse deiner Backlinks
Tipp #1: Sortiere nach Linkstärke
Sortiere deine Backlinks im Tool nach „stärkster Link zuerst“. Schau dir die Top 20 manuell an. Sind das seriöse, thematisch passende Seiten? Oder irgendwelche veralteten Projekte, Spam-Domains, Forenprofile?
Tipp #2: Prüfe die wichtigsten Linkquellen manuell
Klicke die stärksten Links an und prüfe:
- Gibt es die Seite überhaupt noch?
- Ist deine Firma wirklich verlinkt?
- Sind Name, Adresse und Telefonnummer korrekt?
Tipp #3: Achte auf die IP- und Domain-Vielfalt
Viele Links von ein und demselben Server (gleiche IP) wirken unnatürlich. Achte darauf, dass deine Links von vielen unterschiedlichen Domains und IP-Adressen kommen – das sieht für Google nach echter Vielfalt aus.
Wenn du dich generell tiefer ins Thema einlesen willst, empfehle ich dir unseren Beitrag ultimativer Leitfaden zu Backlinks.
Schritt 2: Typische Backlink-Probleme erkennen – und warum sie dich Rankings kosten
Bei vielen Websites sehe ich immer wieder dieselben Muster. Die Backlinks sind da, aber sie bringen kaum etwas, weil die Basis nicht stimmt.
Problem 1: Viele schwache oder gelöschte Links
Du erkennst es daran, dass in deinem Tool viele Links als „deleted“ markiert sind oder die Zielseiten HTTP-Fehler (404/500) liefern. Das bedeutet: Früher hattest du dort Links, heute sind sie weg – oder die Seite existiert nicht mehr.
Tipp #1: Fokus auf aktive Links
Filtere in deinem Tool alle „deleted“ oder „lost“-Links aus und konzentriere dich auf die aktiven Verlinkungen. Nur die bringen dir aktuell etwas.
Tipp #2: Wichtige verlorene Links prüfen
Hattest du starke Links, die inzwischen weg sind (z. B. Fachmagazine, relevante Blogs)? Kontaktiere die Betreiber und frag freundlich nach, ob der Link versehentlich entfernt wurde und ob ihr wieder anknüpfen könnt.
Tipp #3: Veraltete Linkquellen abhaken
Seiten, die dauerhaft tot sind oder offensichtlich nur noch als Spam-Schleuder existieren, kannst du gedanklich streichen. Verschwende dort keine Energie.
Problem 2: Falsche Firmendaten auf externen Seiten
Ein oft unterschätztes Problem: Du wirst zwar verlinkt, aber mit alter Adresse, alter Telefonnummer oder sogar falschem Firmennamen. Das verwirrt nicht nur Nutzer, sondern auch Google. Stichwort: NAP-Konsistenz (Name, Address, Phone).
Tipp #1: Liste mit allen Verzeichnissen & Partnerseiten erstellen
Exportiere alle Domains aus deinem Backlink-Tool und markiere:
- Branchenverzeichnisse
- Partner- und Lieferantenseiten
- Sponsoren- und Vereinsseiten
Tipp #2: Daten prüfen und korrigieren lassen
Gehe die wichtigsten Seiten durch und prüfe, ob Name, Adresse, Telefonnummer und Domain korrekt sind. Wenn nicht: kurz per E-Mail oder Telefon um Aktualisierung bitten.
Tipp #3: NAP-Konsistenz als SEO-Basis sehen
Google nutzt diese Daten, um deine Firma eindeutig zuzuordnen. Je konsistenter deine NAP-Daten im Netz sind, desto vertrauenswürdiger wirkst du – gerade für lokale und B2B-Suchen.
Problem 3: Falsche oder verschenkte Ankertexte
Viele Verlinkungen laufen immer noch so: Es wird einfach die URL als Linktext („https://…“) verwendet oder das Wort „hier“. Für Google ist das verschenktes Potenzial.
Was ist ein Ankertext?
Der Ankertext ist der sichtbare, klickbare Text eines Links. Beispiel: In „Mehr Infos bei deiner SEO-Agentur für B2B“ ist „SEO-Agentur für B2B“ der Ankertext. Google nutzt diesen Text, um einzuordnen, worum es auf der Zielseite geht.
Backlinks verbessern mit besseren Ankertexten
Tipp #1: Wunsch-Ankertexte vorbereiten
Lege dir 5–10 sinnvolle Ankertexte zurecht, z. B.:
- „SEO-Agentur für Maschinenbau“
- „B2B SEO Beratung“
- „SEO für Industrieunternehmen“
Tipp #2: Partner aktiv um Keyword-Anker bitten
Wenn du Partner, Verbände oder Kunden bittest, dich zu verlinken, schlage ihnen konkrete Ankertexte vor. Freundlich und als Vorschlag – nicht als Forderung.
Tipp #3: Überoptimierung vermeiden
Nutze nicht immer exakt das gleiche Keyword als Ankertext. Varianz wirkt natürlicher: Marke + Keyword, Longtails, Kombinationen wie „mehr über unsere SEO-Agentur für B2B“.
Wenn du noch gar nicht weißt, welche Keywords du für deine Ankertexte nutzen solltest, hilft dir unsere ultimative Anleitung für die Keyword-Recherche.
Schritt 3: Gezielt starke Backlinks aufbauen (ohne Spam)
Nachdem du deine bestehenden Backlinks bereinigt und optimiert hast, geht es darum, neue, hochwertige Links aufzubauen. Auch hier hat sich in den letzten Jahren viel verändert.
Strategie 1: Echte Partnerschaften nutzen
Im anonymisierten Praxisfall war der stärkste Link eine einfache Partnerseite: Ein Beratungsunternehmen hatte auf seiner Kontaktseite den Logistik-Partner verlinkt – mit Name, Adresse, Telefonnummer und Link.
Tipp #1: Bestehende Partner-Liste durchgehen
Notiere dir:
- Lieferanten
- Kooperationspartner
- Verbände und Netzwerke
- größere Kunden (falls öffentlich nennbar)
Tipp #2: Kooperationsseiten vorschlagen
Schlage vor, euch gegenseitig auf einer „Partner“- oder „Referenzen“-Seite zu verlinken. Biete im Gegenzug einen sauber gestalteten Eintrag bei dir an.
Tipp #3: Sponsoring & soziale Projekte nutzen
Sponsorst du Vereine, Veranstaltungen oder Bildungsprojekte? Bitte darum, auf den Unterstützerseiten mit einem kurzen Text und einem Keyword-haltigen Anker verlinkt zu werden.
Strategie 2: Fachbeiträge & Interviews
Ein anderer Wettbewerber aus dem Praxisbeispiel hatte starke Backlinks über Fachartikel auf Branchenportalen aufgebaut: Artikel über Transportkosten, mit Links auf relevante Unterseiten.
Tipp #1: Themen aus deinem Vertriebsalltag ziehen
Welche Fragen stellen dir Kunden ständig? Preise, Abläufe, Risiken, typische Fehler. Genau daraus lassen sich starke Fachbeiträge machen.
Tipp #2: Passende Portale identifizieren
Suche nach „Branchenmagazin + deine Branche“, „Blog + dein Kernthema“. Notiere dir alle seriösen Portale, die Gastbeiträge akzeptieren oder Interviews veröffentlichen.
Tipp #3: Gezielt pitchen
Schreibe den Redaktionen kurz und konkret:
- Wer du bist
- Warum dein Thema für ihre Leser spannend ist
- Welche konkreten Inhalte du anbieten kannst (z. B. „3 typische Fehler bei … und wie man sie vermeidet“)
Wichtig: Bestehe nicht auf einem Werbelink, sondern biete echten Mehrwert. Ein natürlich eingebundener Link im Autorenprofil oder im Artikel ist dann oft kein Problem.
Strategie 3: Starkes OnPage-Fundament schaffen
Auch wenn es hier um Backlinks geht: Ohne saubere OnPage-Basis verschenkst du Potenziale. Deine verlinkten Seiten sollten:
- inhaltlich stark und hilfreich sein
- ein klares Hauptkeyword haben
- technisch sauber sein (Ladezeit, Mobilfähigkeit, strukturierte Inhalte)
Denn: Niemand verlinkt gerne auf schlechte oder dünne Inhalte. Wenn du dieses Fundament stärken willst, hilft dir unser Beitrag Was ist OnPage Optimierung und welchem Zweck dient sie?.
Schritt 4: Konkreter 3-Wochen-Plan, um deine Backlinks zu verbessern
Damit das Ganze nicht theoretisch bleibt, hier ein pragmatischer Mini-Plan für die nächsten drei Wochen.
Woche 1: Analyse & Bestandsaufnahme
Tipp #1: Backlink-Export aus deinem Tool
Exportiere alle Backlinks und sortiere nach Stärke. Markiere die Top 30 Domains zur manuellen Prüfung.
Tipp #2: Wichtige Linkquellen prüfen
Klicke alle 30 Seiten an und prüfe:
- Besteht der Link noch?
- Sind die NAP-Daten korrekt?
- Ist der Ankertext sinnvoll?
Tipp #3: Liste mit To-dos erstellen
Erstelle eine einfache Tabelle mit Spalten wie „Domain“, „Problem“, „Wunsch-Anker“, „Status (angefragt/erledigt)“.
Woche 2: Bereinigung & Optimierung
Tipp #1: Betreiber kontaktieren
Schreibe deine wichtigsten Linkgeber an (Partner, Verzeichnisse, Sponsoren) und bitte um:
- Aktualisierung deiner Daten
- ggf. Anpassung des Ankertexts
Tipp #2: Unnötige Spam-Links beobachten
Bei eindeutig toxischen Links lohnt sich mittelfristig ein Disavow (nur mit Erfahrung machen). Kurzfristig reicht es, sie im Blick zu behalten.
Tipp #3: Interne Struktur verbessern
Nutze die Gelegenheit, deine interne Verlinkung zu stärken. Gute Backlinks wirken besser, wenn deine Seite intern sauber aufgebaut ist. Hier hilft dir unser Beitrag effektive SEO-Strategie für deine Website.
Woche 3: Neue Backlinks aufbauen
Tipp #1: Drei neue Linkchancen identifizieren
Suche gezielt:
- mindestens ein Branchenportal oder Fachblog
- mindestens einen Verband oder Netzwerkpartner
- mindestens ein Sponsoring- oder Projektpartner
Tipp #2: Kontakt aufnehmen
Schreibe oder rufe an. Ziel: Einen neuen, sauberen Backlink mit sinnvollem Ankertext und korrekten Daten platzieren.
Tipp #3: Erfolg dokumentieren
Trage alle neuen oder optimierten Links in deine Tabelle ein. So siehst du, wie dein Profil sich verbessert – und was wirklich Wirkung zeigt.
FAQ – Häufige Fragen zum Thema „Backlinks verbessern“
1. Wie lange dauert es, bis bessere Backlinks meine Rankings verbessern?
In der Regel siehst du erste Effekte nach einigen Wochen, oft zwischen 4 und 12 Wochen. Google crawlt und bewertet neue oder geänderte Backlinks nicht sofort. Je stärker und relevanter der Link ist, desto eher wirkt er sich spürbar aus. Wichtig ist Kontinuität statt einmaliger Aktion.
2. Reicht es, einfach mehr Backlinks aufzubauen?
Nein. Viele schwache oder irrelevante Links bringen dir wenig bis gar nichts – im schlimmsten Fall schaden sie dir. Entscheidend ist die Kombination aus Qualität, Relevanz und Natürlichkeit. Besser zehn starke, seriöse Links als hundert Links von Spam-Seiten oder generischen Verzeichnissen.
3. Soll ich schlechte Backlinks mit dem Disavow-Tool von Google entwerten?
Das Disavow-Tool ist ein scharfes Instrument und sollte nur genutzt werden, wenn du wirklich ein massives Spam-Problem hast oder eine manuelle Maßnahme von Google erhalten hast. In vielen Fällen ignoriert Google offensichtliche Spam-Links ohnehin. Lass dich im Zweifel von einem erfahrenen SEO beraten, bevor du Disavow-Dateien einreichst.
4. Wie finde ich gute Websites, die mich verlinken könnten?
Starte mit deinem Netzwerk: Partner, Verbände, Kunden, Lieferanten, Sponsoring-Projekte. Ergänzend kannst du Wettbewerber-Analysen machen und dir ansehen, wo deine Konkurrenten verlinkt sind. Fachmagazine, Branchenblogs, Podcasts und Konferenzseiten sind oft gute Quellen für thematisch passende Backlinks.
5. Muss jeder Backlink einen Keyword-Ankertext haben?
Nein, das wäre sogar unnatürlich. Ein gutes Profil enthält eine Mischung aus Marken-Ankern, URL-Ankern, Keyword-Kombinationen und neutralen Ankern wie „mehr erfahren“. Ziel ist nicht, jeden einzelnen Anker zu optimieren, sondern insgesamt ein natürliches, aber sinnvoll ausgerichtetes Muster zu erzeugen, das Google deine Themen klar signalisiert.
Hamed Farhadian
Hamed Farhadian ist Internetunternehmer, SEO-Experte und Spezialist für Sichtbarkeit in Künstlicher Intelligenz. Seit vielen Jahren unterstützt er Unternehmen dabei, über Google und zunehmend auch über KI-Systeme wie ChatGPT, Google AI Overviews und andere KI-Assistenten sichtbar zu werden und neue Kunden zu gewinnen.
Als SEO- und KI-Experte verbindet Hamed Farhadian klassische Suchmaschinenoptimierung mit modernen KI-SEO-Strategien. Durch eigene Projekte und zahlreiche Kunden betreut er Unternehmen aus verschiedenen Branchen und entwickelt Strategien für nachhaltiges Wachstum und mehr Sichtbarkeit.
Hamed Farhadian ist selbst als SEO- und KI-Experte sichtbar in ChatGPT und anderen KI-Systemen und beschäftigt sich intensiv mit der Optimierung von Webseiten für die Suche der Zukunft.
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